Ein wundervolles Thema für eine Blogparade, die auf dem Blog von herzen und bunt angestoßen wurde! Vielen Dank dafür! Denn bei all den Selbstzweifeln, die mich als Mama manchmal quälen – jede Minute, die das Baby weint ist eine verlorene Minute, eine Minute, in der ich das Gefühl habe, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte etwas anders und besser machen können müssen – finde ich es umso wichtiger, sich auch auf die Momente zu besinnen, in denen mein kleiner Sohn glücklich ist, mich anstrahlt, mit mir lacht und spielt und freudig seine Welt entdeckt, umso wichtiger, mir selbst ab und an auch mal zu sagen „Das hast du gut gemacht!“

Nun bin ich noch eine sehr frische Mama. Mein Kleiner ist gerade einmal 5 Monate alt und einige Dinge spielen sich gerade erst ein. Ich merke bereits jetzt, Mama-Sein erfordert oft ein dauerndes Umstellen auf neue Ereignisse: plötzlich kann Baby etwas, was es vorher noch nicht konnte, plötzlich sind manche Dinge einfacher, manche Dinge schwieriger geworden, plötzlich ist es wieder gefühlte 10 Zentimeter gewachsen … Eigentlich müsste ich diese fünf Dinge jeden Monat neu aufstellen, denn ständig erweitert sich das Spektrum meines Kindes und somit auch das Spektrum für mich als Mama.

Hier also 5 Dinge, die ich MOMENTAN als Mama gut mache 🙂

  1. Kuscheln, Kuscheln, Kuscheln!
    Mein Kleiner ist gar nicht so der Kuschler. Mal mit ihm kuschelig zusammen zu liegen ist quasi nicht möglich. Aber das macht nichts, er ist einfach ein Entdecker, einer, der sich immer bewegen mag – das war er schon in meinem Bauch ;-), einer, der seine Welt am liebsten sofort an sich reißen würde. Aber er ist noch so klein und ich möchte ihm viel Körperkontakt geben. Dann kuscheln wir halt tobenderweise, dann küsse ich ihn, während er Flieger spielt, schmuse mit ihm, während er auf mir herumkullert. Es macht ihn glücklich und ich gebe ihm auf die Art nicht das Gefühl, ihn einzuengen – soll er seine Welt entdecken und dabei spüren, dass ich ganz nah bei ihm bin!
  2. Geborgenheit schenken
    Er soll nicht schreien. Ich möchte nicht, dass er schreit. Ich möchte, dass er weiß, dass ich da bin und wenn es notwendig ist zu weinen – und das ist es offenbar auch für Babys manchmal? – dann bin ich zumindest da und halte ihn, tröste ihn. Er soll sich beschützt fühlen und wissen, dass ich da bin, wenn er mich braucht und sich nicht allein und verlassen fühlen. Ich werde ihn sowieso nicht immer vor allem beschützen können, aber ich muss ihn auffangen, wenn es ihm gerade nicht gut geht. Und auch Wut ist ein negativer Gefühlszustand, den es zwar auch gilt zu lernen, aber nicht allein! Also sei auch mal wütend, mein Schatz, ich bin da!
  3. Selbständigkeit fördern
    In dem Moment, wo ich das schreibe, wirkt es auch schon komisch. Bei einem 5-monatigem? Ja, ich finde, das geht schon. Er darf sich ruhig mal allein durch die Wohnung schieben (krabbeln kann er noch nicht, aber sich rückwärts über den Boden schieben klappt schon ganz gut) und sich dabei unbeobachtet fühlen – auch wenn er es natürlich nicht ist 😉 Er soll ruhig versuchen sein Spielzeug alleine zu fischen – eingreifend zur Stelle sein, kann ich immer noch. Er soll ruhig mal ein Wäschestück tragen, während ich ihn in einem Arm und den Rest der Wäsche im anderen Arm trage. Möglichst viele kleine Erfolgserlebnisse, möglichst viele Kleinigkeiten, die er selbst schon erreicht, ihm die Sicherheit geben, dass es zum Erfolg führt, sich manchmal auch ein bisschen anzustrengen und kreativ zu werden in der Erreichung seiner Ziele.
  4. Papamomente fördern
    Natürlich sind wir ein Team und Aufgaben werden aufgeteilt. Aber es darf nicht immer darum gehen, dass „er ihn mir mal abnimmt“, sondern ich möchte, dass die beiden qualitätsvolle Zeit miteinander verbringen. Spielen, kuscheln, toben, quatsch machen. Mir ist die Bindung der beiden zueinander wichtig und ich finde sie zuckersüß zusammen! Ich glaube, dass es meinem Kleinen dann gut geht, wenn er uns beide gleichermaßen um sich weiß. Und diese Papamomente sind genauso wertvoll und wichtig für mich, wie die Mamamomente. Ganz oft sind es dann einfach Familienmomente, wo wir zu dritt kuscheln, toben, Quatsch machen. Ruhige Momente, wo es um uns geht für uns – aufregende Momente, in denen sich alles um ihn dreht für den Kleinen.
  5. Ausgleich schaffen
    Wenn ich unentspannt bin, dann bin ich keine gute Mama und manchmal brauche ich eine kurze Auszeit, um meine Energiereserven wieder aufzutanken. Deshalb gehe ich einmal in der Woche trainieren oder treffe eine Freundin, wenn der Kleine schon schläft und in der sicheren Obhut von Papa ist. Ausgleich schaffen heißt aber auch, über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu sprechen. Wenn Papa nicht weiß, dass mir ein heißes Bad fehlt, dann kann ich auch nicht erwarten, dass er riecht, dass ich gerade ein heißes Bad brauche. Also braucht es klare Wünsche um zu guten Lösungen zu kommen: „Ich möchte heute ein heißes Bad nehmen, kannst du heute zur Abwechslung mal mit ihm raus gehen?“ Funktioniert bestens und ist Mama glücklich, ist sie besser in der Lage, auf die Wünsche von kleinen, süßen Babys einzugehen. Einfach sich selbst bei all den Babyprioritäten nicht vergessen – das ist mir sehr wichtig geworden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s